Aktivitäten

 
  Auswärtssieg:
Testspiel gegen Galatasaray in Münster
  120 Teams bei der sechsten Antirassistischen Fan-WM: Nackt gewinnt!
  (Revier-Sport) Multikulti-Pokal für "Woman Allstar Team"

In Montecchio, Italien, fand vom 4. bis 8. Juli zum sechsten Mal die
Antirassistische Fan-Fußball-WM statt. Im Bus der Schalker Fan-Initiative
wurde Fan-Freundschaft von Anfang an groß geschrieben: Außer den Schalkern
waren die "Lost Boyz Flingern" (Fortuna Düsseldorf), jeweils ein Fan von
Eintracht Braunschweig und vom 1. FC Nürnberg, sowie Mitglieder von den
"Feuchten Bibern" (FC St. Pauli) an Bord.

  Kurve zieht um!
  Avanti-Poppolo vor.........
  ...und nach dem Essen
  Das Turnier, an dem 120 Mannschaften teilnahmen, stand unter dem Motto
Rassismus und Sexismus die rote Karte zu zeigen. In Fan-Initiativen und
anderen Gruppen engagierte Menschen konnten sich austauschen und
feststellen, dass sie keine Einzelkämpfer sind. Wie sich Fan-Freundschaft
auswirken kann, macht ein Aufkleber der "Cosenza Supporters" (Serie
B/Italien) deutlich. Das Schalker-Projekt-Motto "Dem Ball is´ egal wer ihn
tritt" ist dort auf italienisch zu lesen.
  Fan-Ini Demonstration in italienischer Sommernacht
  Nächtliche Fan-Demo
  international besetzt

  Pakistan-Frauen contra "Rosettis"
Im Gegensatz zum Team der Schalker Fanini, das diesmal genau wie die "Lost
Boyz Flingern" in der Vorrunde ausschied, durften die Nackt-Fußballspieler
von "Rosetti Rosso FC" nicht offiziell spielen. Nach der Disqualifikation
vom letzten Jahr hatten pakistanische Frauen sowie andere Teams (u.a. streng
katholische Italiener!) sich über die nackten S04 Fans beschwert. Nach
einsichtigen Gesprächen mit der Turnierleitung kam es zu einem
Freundschafts-Spiel gegen das Team der "Lost Boyz Flingern". Das Rudi
Kargus-Trikot des Düsseldorfer Torwarts half nichts. Die "Rosettis" konnten
das Spiel mit einem 1:0 für sich entscheiden und waren damit "Meister der
Herzen" bzw. anderer Körperteile.
  Rosetti Rosso Fußballklub
 

Am Sonntag standen dann die letzen 32 Mannschaften des Kleinfeld-
Fußball-Turniers fest. Obwohl bei fast allen Teams der Spaß am Spiel und die
Fairness im Vordergrund standen, kam es im Finale zum Spielabbruch. Die
lateinamerikanische Community aus Parma ("Latino America Parma") und die
senegalesische Auswahl aus Varese spielten einen dermaßen harten Fußball
gegeneinander, dass die Zuschauer sie auspfiffen und der Ball entwendet
wurde. Das Spiel wurde abgebrochen und das Team aus Varese disqualifiziert,
weil sie, allen Ehrgeiz in Ehren, den Sinn und Zweck der Fan-WM nicht
verstanden hatten.

"Diszi" für Senegal
Ein kleiner Wermutstropfen, der aber dem Turnier nicht schadete. Im
Vordergrund standen neu geknüpfte Fan-Freundschaften, ergiebige Gespräche
von engagierten Fans aus ganz Europa, sowie das gemeinsame Singen von
Liedern. Auf der Hitliste ganz vorne: "Berlusconi! Pezzo di Merda!"
(Berlusconi ist ein Stück Sch...e!).
Den Multikulti-Pokal, der den Veranstaltern am wichtigsten ist, gewann das
"Woman Allstar Team" aus Sheffield. Das Team besteht aus Frauen aus England,
Pakistan, Arabien und Indien. Sie spielten einen freundlichen, fast
körperlosen, Fußball und hatten somit die Intention des Turniers am besten
umgesetzt. Der diesjährige Ultra-Säufer-Pokal ging an die Schalker. Da sie
aber mit Trinken beschäftigt waren, konnten sie ihn leider nicht in Empfang
nehmen...

  international besetzt

  Ultras zeigen was sie haben